Garten – Teil II

Unglaublich aber wahr – es gibt einen zweiten Teil der Gartenserie! Wird auch Zeit, die neue Gartensaison geht bald wieder los. Noch unglaublicher ist wahrscheinlich, dass ich mich hier mal wieder zu Wort melde. Eigentlich hatte ich Ende November den festen Vorsatz gefasst ein paar freie Tage dazu zu nutzen ordentlich in die Tasten zu hauen. Genau zu diesem Zeitpunkt entschloss sich aber mein PC einfach mal kaputt zu gehen. Bis alles wieder lief waren dann auch schon mal zwei Wochen ins Land gegangen und Geburtstag, Weihnachten und Silvester standen vor der Tür und es war nicht daran zu denken hier wieder loszulegen. Mittlerweile ist dann auch schon wieder Ende März und wir starten also mit einem Rückblick auf die Früchte unserer Gartenarbeit.

Falls es dem ein oder anderen Leser wie mir geht und er nicht mehr weiß, was ich im ersten Teil geschrieben habe: Bitte hier entlang. Wir starten wieder in der selben Reihenfolge.

Der Lavendel hat das Umpflanzen gut überstanden und schön geblüht. Auch den Winter haben die zwei Pflanzen locker weggesteckt und sehen auch ein bisschen buschiger aus als letztes Jahr.

Die Gloriosa habe ich Anfang März einmal aus ihrem Topf raus geholt und die Wurzeln überprüft. Da alle gut aussahen, habe ich sie wieder in einer Mischung aus alter und neuer Blumenerde eingetopft. Dann wurde sie ans Fenster an ein sonniges Plätzchen gestellt und feucht gehalten. Es hat dann zwar ein wenig gedauert, aber nachdem erst mal die ersten Triebspitzen zu sehen waren ist sie rasend schnell gewachsen. Ich war froh, als sie endlich raus konnte, weil ich schon gar nicht mehr wusste wie ich diese langen Triebe im Haus befestigen sollte.

Dieses Jahr habe ich die Wurzeln auf zwei Töpfe aufgeteilt, da sie mir zu groß für einen erschienen und ich hoffe sie wächst und blüht wieder so toll wie letztes Jahr.
Auf derselben Seite steht ja noch eine meiner Clematis, die ist leider so gut wie gar nicht gewachsen, aber auch nicht eingegangen. Mal schauen, was sie dieses Jahr macht.

Das vom Mann angepflanzte Gemüse ist auch ganz gut gewachsen. Irgendwann fiel ihm dann aber auf, dass es irgendwie keine gute Idee ist, Pflanzen die man unterirdisch erntet (Kartoffeln) zusammen mit oberirdischen (Mais) in ein Behältnis zu setzen. Nichtsdestotrotz hatten wir trotzdem eine kleine Ernte an Kartoffeln, nur der Mais war nicht so doll.

Der niedliche kleine Pak-Choi ist so schnell und riesig gewachsen, dass wir den Nachbarn auch noch etwas abgegeben haben, weil wir so viel auf einmal gar nicht essen konnten. So wie auf diesem Bild soll er nämlich nicht aussehen. Das waren dann noch so die letzten Pflanzen, die zum Schluss übrig waren. Nachdem auch diese abgeerntet waren, habe ich die Erdbeeren Ausläufer bilden lassen, so dass ich hoffentlich dieses Jahr noch ein größere Ernte durch mehr Pflanzen haben werde.

Im ersten Teil dieser kleinen Reihe schrieb ich übrigens, dass die Pflanzen im Gegensatz zum Balkon im Garten ja viel leichter zu pflegen seien. Da wusste ich aber noch nichts von meinem neuen Erzfeind: Nacktschnecken! Die haben sich teilweise ganze Pflanzen in nur einer Nacht einverleibt. Besonders beliebt waren der Koriander und der Basilikum. Wenn es nass bzw. feucht war konnte man kaum über den Rasen gehen ohne auf eine Schnecke zu treffen und tagsüber hatten sie sich in den Beeten neben den Pflanzen im Rindenmulch verbuddelt. Ich finde die Dinger ja höchst eklig, aber ich bin dann auch nicht der Typ, der die um die Ecke bringt, also habe ich sie mit einem Schäufelchen abgesammelt und im hohen Bogen hinter die Grundstücksgrenze befördert. Natürlich ist das nicht sehr effektiv und irgendwann fand ich mich dann im Gartenmarkt wieder und habe Schneckenkorn gekauft. Das hat dann einigermaßen geholfen. Wer das auch machen möchte, bitte darauf achten die Marke zu kaufen, die für Haus- und andere willkommene Tiere (Igel z. B.) ungefährlich ist.
Nicht ganz so nervig, aber auch nicht angenehm waren die Ameisen, die sich in des Mannes Erdbeerplantagen eingenistet hatten. Auch ein Problem, was auf dem Balkon nicht so häufig vorkommt. Da die Erdbeeren ja in den Balkonkästen sind, werde ich dieses Jahr dafür plädieren, sie auf der Dachterrasse an das Geländer zu hängen. Dann bin ich auch die hässlichen Plastikdinger auf der Terrasse los. Darf dann nur keiner nach oben gucken…

Über diese Petunien war ich zu diesem Zeitpunkt immer noch enttäuscht, denn obwohl sie üppig blühten und toll gewachsen waren, waren sie immer noch größtenteils weiß und nicht lila mit weißen Sprenkeln.
Zum Glück hat sich das dann irgendwann geändert und sie haben sich von ihrer besten Seite gezeigt.

So hatte ich mir das vorgestellt!

Auf der rechten Seite der Terrasse hat sich dann neben der Vanilleblume, die es nie so richtig auf eine annehmbare Größe geschafft hat, noch eine Ballonblume eingefunden. Leider auch äußerst beliebt bei den Schnecken gewesen. :-/ Beide Pflanzen sind einjährig und so kommt an diese Stelle dieses Jahr etwas neues.  Am besten noch ein Thymian, der ist winterhart und bei Nacktschnecken echt unbeliebt. Da wurde sich nur zum Schlafen drunter gelegt, weil er so schön Schatten gespendet hat. x_x

Dies ist das Beet mit den Kräutern. Wie man sieht in diesem Moment noch mit Koriander und Basilikum, die beiden habe ich dann irgendwann aufgegeben nach zu pflanzen.  Dafür ist die Clematis aber sehr schön angewachsen und hatte wieder diese gefüllten hellen Blüten, mit denen sie irgendwann plötzlich angefangen hatte.

Die Iris hat im vergangen Jahr leider noch nicht geblüht. Laut meiner Mutter nicht ungewöhnlich. Nun gut, mal schauen was dieses Jahr passiert. Auf jeden Fall sehe ich jetzt schon neue Triebe. Das lässt ja hoffen.

Wer das Bild des Kräuterbeetes ganz genau betrachtet, sieht vielleicht auch schon die ersten Triebe der zwei Dahlien. Zu diesem Zeitpunkt waren sie noch recht klein, aber das sollte sich in der folgenden Zeit deutlich ändern. Die zwei Pflanzen sind ohne Frage mein großer Stolz und Highlight im Garten gewesen und werden es hoffentlich dieses Jahr wieder.  Deswegen kommt jetzt auch eine kleine Dahlien-Bilderflut.

Die sind so hoch gewachsen und hatte solch großen Blüten, dass ich sie auch irgendwann abstützen und anbinden musste, weil sie sonst bei zu viel Wind abgebrochen sind. Ein paar hat es leider auch erwischt, aber die haben sich dann als Schnittblume in der Vase auch toll gemacht (siehe Instagram).

Das Beet sieht zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr so doll aus, aber der Übersicht halber füge ich dieses Bild auch noch ein. Vorn rechts ist die vorm Vormieter übernommene Hortensie, die leider nicht geblüht hat, aber da sie auch neu eingesetzt hat ist das vielleicht nicht so verwunderlich. Die anderen Pflanzen zeige ich gleich noch im Detail.
Der Schmetterlingsflieder war nicht ganz so toll wie die letzten Jahre, aber das lag sicher auch am Umpflanzen. Erst gegen Ende der Saison schien er sich eingelebt zu haben, denn dann schob er plötzlich jede Menge neue Triebe nach. Nur leider halt etwas spät.

Die Malve hat sehr schön geblüht, wurde nur leider irgendwann von Läusen angefallen. Ich hoffe sie kommt dieses Jahr wieder.

Der Rittersporn war eher ein Spontankauf, wir hatten noch etwas Platz im Beet. Allerdings glaube ich, dass er für unseren Boden nicht geeignet ist und dementsprechend hat er auch nicht so lange geblüht. An sich ist er winterhart und so steht er immer noch im Beet und ich warte mal ab was passiert.

Dann hatten wir bei unserem Großeinkauf zu Beginn der Saison im Gartenmarkt noch ein ganz besondere Zuchtversion des Kapkörbchens mitgenommen. Leider hatte das keine einzige Blüte mehr, als es dann endlich nach draußen konnte und ich hab schon schwarz gesehen, dass da nochmal was kommt. Aber da sollte ich mich ordentlich täuschen. Es wurde eine riesige Pflanze draus (sieht man oben auf der Übersicht vom Beet links oben neben der Hortensie), die auch ganz toll blühte und zwar so:

Die würde ich sofort nochmal kaufen.

Unter dem Schmetterlingsflieder habe ich ja 40 Anemonen-Blumenzwiebeln verbuddelt und meine Erfolgsbilanz ist leider niederschmetternd. Ich habe sie nicht gezählt, aber ich schätze mal ich hatte nicht mal 20 Pflanzen, die dann auch wirklich blühten. Leider kamen sie auch sehr vereinzelt und das sah dann nicht ganz so aus, wie ich mir das vorgestellt hatte. Aber die, die blühten sahen dafür sehr schön aus.

Zu guter Letzt noch ein Bild von der einzigen Blüte, die die Rose von den Vormietern hervorgebracht hat. Nicht schlecht für so eine kleine Pflanze.

Dieses Jahr wird sich im Garten nicht mehr so viel verändern. Die Dahlien werden zur gegebenen Zeit wieder eingepflanzt, die ein oder andere Lücke für einjährige Pflanzen wird geschlossen und mal abwarten, was der Mann wieder für ein Gemüse anbaut.

Auf dem Blog wird es mit ganz viel Genähtem weitergehen, dafür habe ich dann noch Zeit gefunden und so langsam hat man ja auch mal wieder da Licht um davon Fotos zu machen.

Brownietorte mit Erdbeeren

Da ich ja so wahnsinnig aktuell bin mit meinen Beiträgen gibt es heute meinen obligatorischen jährlichen Erdbeerkuchen. Das funktioniert zum Glück auch mit TK-Erdbeeren, insofern lässt sich verschmerzen, dass vom Backen bis zum Posten dieser Torte auch bloß drei Monate vergangen sind. Aber an den leckeren Geschmack erinnere ich mich noch, als sei es gestern gewesen.

Brownietorte mit Mascarpone und Erdbeercoulis
(aus Lecker Bakery Nr. 1/2013)

brownie-erdbeertorte

Zutaten

250 g Erdbeeren (frisch oder TK)
125 g und etwas Butter
200 g Zartbitterschokolade
3 Eier (Gr. M)
Salz
150 g Zucker
50 g Mehl
4 EL Orangensaft
125 g Gelierzucker (1:1)
200 g Schlagsahne
15 g Kokosfett
250 g Mascarpone
1 Pck. Vanillezucker

Zubereitung

1. Bei der Verwendung von TK-Erdbeeren diese auftauen lassen. Eine Springform (∅ 18 cm) fetten oder den Boden mit Backpapier auslegen.
2. Für den Teig 150 g Schokolade hacken und mit 125 g Butter im heißen Wasserbad schmelzen. Ca. 5 min abkühlen lassen. Die Eier trennen und das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen. Das Eigelb und 125 g Zucker kurz verrühren. Die flüssige Schokobutter esslöffelweise unterrühren. Danach das Mehl kurz unterrühren. Den Eischnee in zwei Portionen unterheben und den Teig in der Springform glatt streichen. Im vorgeheizten (E-Herd: 175 °C / Umluft: 150 °C) Backofen ca. 25 Minuten backen (das Innere muss noch feucht sein). Herausnehmen und auskühlen lassen.
3. Für das Erdbeercoulis die Hälfte der Erdbeeren und 2 EL Orangensaft mit dem Stabmixer pürieren. Mit dem Gelierzucker in einen Topf geben. Unter ständigem Rühren aufkochen, mind. 4 Minuten sprudelnd kochen und dann den Rest Erdbeeren unterheben. Anschließend auskühlen lassen und dabei öfter umrühren.
4. Für die Soße 50 g Schokolade hacken und mit 50 g Sahne und Kokosfett in einen Topf geben. Bei schwacher Hitze unter Rühren schmelzen. Dann 10 – 15 min. abkühlen lassen.
5. Für die Creme 150 g Sahne halbsteif schlagen. Mascarpone, 25 g Zucker, Vanillezucker und 2 EL Orangensaft cremig rühren. Die Sahne unterheben. Den Kuchen aus der Form lösen und auf eine Tortenplatte setzen. Die Mascarponecreme auf den Kuchen geben und locker verstreichen. Das Erdbeercoulis darauf verteilen und die Schokoladensoße drüber geben.

Falls sich jemand fragt, wo bei meiner Torte eigentlich die Schokosoße ist, die ist mir leider misslungen, weil die Schokolade zu heiß geworden ist und sich dann nicht mehr mit dem Fett verbinden wollte. Einen neuen Versuch habe ich dann nicht mehr gestartet, ich weiß aber nicht mehr, ob es am Mangel von Schokolade lag oder weil ich endlich essen wollte. Außerdem hätten ihr einige Minuten länger im Ofen auch ganz gut getan, denn sie war innen drin noch sehr feucht.  😀  Im  Prinzip ist sie nach dem Anschneiden halb weg geflossen, was absolut nicht fotogen, aber dafür hammermäßig lecker war.

SchnabelinaBag, small

Mit Erschrecken musste ich feststellen, dass der letzte Post auf diesem Blog von Mitte Mai ist. Soviel zu meinem Vorsatz wieder regelmäßig zu bloggen. An Themen mangelt es nach wie vor nicht, nur die Zeit, die ist irgendwie seit dem Umzug sehr rar geworden. Vielleicht wird das im Herbst und Winter ja wieder besser. Aber ich verspreche besser nichts.

Einen zweiten Gartenbericht gibt es auf jeden Fall, ich habe dafür in den letzten Monaten fleißig Fotos gemacht. Heute soll es aber erst mal um die zweite SchnabelinaBag gehen, welche ich für meine Mutter genäht habe. Ursprünglich ja als Weihnachtsgeschenk geplant, ist es dann doch aufgrund Zeitmangels wegen des Umzugs ein Geburtstagsgeschenk geworden. Das hat mich aber auch etwas in Schwitzen gebracht, zeitweise dachte ich, ich schaffe das nicht bis Juli. Aber am Ende hat doch alles gut geklappt und ich war sogar 2 oder 3 Wochen vorher fertig.

Den Stoff habe ich im Februar auf dem holländischen Stoffmarkt in Hamburg gekauft. Mein Plan sah ursprünglich einen roten Außenstoff für die Tasche vor, aber mir fiel nichts passendes in die Hände und so schlug ich dann an dem Stand mit den japanischen Stoffen zu. Eigentlich müsste ich die Tasche somit selbst behalten, aber ich habe sie dann doch abgegeben.  😀

Da die SchnabelinaBag als Handtasche dienen sollte, habe ich sie in der Größe small genäht. Wer sich mein Erstlingswerk in der Größe medium anschauen will, bitte hier klicken.

Da der Beitrag etwas länger geraten ist, geht es nach einem Klick weiter.
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Garten – Teil I

Voller Motivation habe ich diesen Post schon mal Teil I genannt, natürlich in der Hoffnung, dass noch weitere folgen. Der Garten ist auch ein Grund, warum ich mich hier immer noch selten blicken lasse, denn sobald es die Temperaturen und das Wetter zuließ, waren wir in letzter Zeit draußen und haben uns bemüht aus dem etwas vernachlässigten Stück Grün etwas hübsches zu machen. Oder wir waren unterwegs um Pflanzen, Beetmaterial und Werkzeug zu kaufen.

Aber fangen wir von vorne an. In den letzten Jahren waren wir ja fleißige Balkongärtner, was zwar auch schön ist, aber Pflanzen in den Boden zu setzen ist doch irgendwie besser und auch von der Pflege her nicht so aufwendig bzw. leichter. Vor allem muss man nicht jede Saison neue kaufen. Da wir ein Reihenhaus gemietet haben, haben wir nun auch einen kleinen Garten zur Verfügung (ca. 20 m²), in dem wir uns austoben können. Natürlich im Rahmen der Hausordnung.  😛

Unsere Vormieter hatten wohl keine großartige Lust den Garten zu gestalten und hatten nur rechts und links vor der Terrasse ein paar Pflanzen gesetzt. Diese haben wir zum Teil übernommen, zum Teil aber auch der Biotonne zugeführt. Auf beiden Seiten der Terrasse steht jeweils ein Sichtschutz zu den Nachbarn und davor ist ein schmaler Streifen Erde, den hatten wir uns zuerst vorgenommen.

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Hier herrschte vorher eine naturnahe Bepflanzung mit Erde und Gras vor. Nun wachsen dort zwei meiner alten Lavendelpflanzen (obere und untere). Das etwas traurig hängende Grün ist eine weiße Perlhyazinthe, die jetzt natürlich schon ihre beste Zeit hinter sich hat. Ich habe ja die Angewohnheit alle Zwiebelpflanzen, die ich mir fürs Wohnzimmer gekauft hatte, nachdem sie verblüht waren in einem großen Holzkasten zu versenken um einfach mal zu gucken, ob sich da im nächsten Jahr etwas tut. Diese Hyazinthe ist eine davon und hat sich ganz hervorragend gemacht, daher durfte sie auch gleich in die Rabatte umziehen. Bei der Pflanze danach handelt es sich um einen Wein, den wollte der Mann unbedingt haben. Mal schauen, ob der Früchte trägt und ob die genießbar sind.

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Am Ende der Rabatte zum Garten hin steht eine meiner alten Clematis. Die sieht im Gegensatz zu der anderen noch sehr zart aus. Ich bin gespannt wie sich entwickelt, jetzt wo sie sich nicht mehr einen Kübel mit der anderen teilen muss.

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So sieht es auf der anderen Seite aus. Im Vordergrund steht unser alter Holzkübel, der in grauer Vorzeit mal unseren Versuch eines Miniteiches beherbergte, dann einen kleinen Pfirsichbaum, der an der Kräuselkrankheit einging und dann zogen dort die beiden Clematispflanzen ein. Jetzt wächst in diesem Kübel der Mini-Gemüsegarten des Mannes. Es handelt sich um eine lila Kartoffel, drei Maispflanzen sowie eine Süßkartoffel.
Hinter dem Kübel steht etwas versteckt eine kleine Zinkrinne, in die ich eine im Haus vorgezogene Saatmischung gepflanzt habe. Ich weiß allerdings nicht um was es sich handelt, war ein Geschenk der Gewerkschaft zum Weltfrauentag.  😀 Unter der Rinne habe ich übrigens die nächste verblühte Hyazinthe verbuddelt. Daneben steht ein weiterer Wein, dieser allerdings mit dunklen Trauben. Etwas schlecht zu erkennen ist die Vanilleblume, die danach kommt, aber die sieht momentan eh nicht ganz so toll aus. Sie hat wohl etwas Anpassungsschwierigkeiten, aber ich denke das gibt sich mit der Zeit.

Außerdem sieht man auf dem Bild noch die Erdbeerplantage, die der Mann angelegt hat. Eigentlich wollte ich diese hässlichen Plastikbalkonkästen, die wir von unseren alten Vormietern übernommen hatten, nicht mitnehmen, aber das hätte ich wohl der Spedition mal mitteilen sollen. Als die den Balkon leer geräumt haben war ich leider schon auf dem Weg nach Hamburg und konnte so nicht mehr eingreifen. Jetzt erfüllen sie zumindest noch einen Zweck.

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Auf der Terrasse steht außerdem noch unser alter Holzkasten, in dem vorher der Schmetterlingsflieder stand (und meine zig Zwiebeln  :D). Hier wächst recht erfolgreich eine kleine Pak-Choi-Armee heran, die demnächst schon erntereif ist. Daneben gehen meine zwei kleinen Erdbeerpflanzen fast schon unter.

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Etwas enttäuscht bin ich bisher von diesen Petunien, Sorte Night Sky. Eigentlich sollten sie weiß/lila gesprenkelte Blüten haben, so wie die rechts. Aber die meisten, die bisher nachkommen, sind strahlend weiß.  😦  Zu dem lila Kasten sieht das ja auch schön aus, aber wenn ich das gewollt hätte, dann hätte ich mir auch gleich eine weiße kaufen können. Da wir aber noch am Anfang der Saison stehen, gibt es noch etwas Hoffnung.

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An die linke Rabatte schließt sich dieses Beet an. Direkt hinter der Erdbeerplantage beginnt der Kräutergarten mit Schnittlauch, Salbei, Thymian, Waldmeister und Petersilie. Der schwarze Plastiktopf war ein Platzhalter für den Basilikum, der dort am Samstag eingezogen ist. Danach stehen zwei lila und eine weiße Glockenblume sowie zwei Iris. Nicht wirklich zu erkennen ist die Brombeere, die hier auch noch steht. Bisher besteht sie aber auch nur aus einem Stil und ein paar Blättern und war ein Supermarktschnapper. Außerdem sind in dem Beet noch zwei Dahlienknollen vergraben, deren Grün sich in den nächsten Wochen zeigen dürfte. Eigentlich wollte ich ja keine Dahlien, weil man die im Herbst wieder ausbuddeln muss, aber ich kann bei diesen Pflanzen auch nur schwer widerstehen. Und es sind ja nur zwei.

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Hier nochmal ein Blick auf unsere zweite Clematis in ihrer ganzen Pracht. Wenn die Sonne erst mal richtig scheint, dann sprießt sie aus allen Ästen. Die ersten Blütenansätze hat sie auch schon.

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Dies ist das zweite Beet auf der anderen Seite der Terrasse. Hinter der nächsten Erdbeerplantage rechts steht eine Hortensie, die wir von den Vormietern übernommen haben. Ich bin mal gespannt, ob und wie sie blüht. Links daneben steht eine Malve, dahinter ein Riesenzierlauch, dessen Blüten ich mir doch etwas größer vorgestellt hatte, aber nichts desto trotz sind sie sehr schön.

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Gleich danach steht eine Akelei, die wirklich sehr schöne Blüten hat.

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Diese Pflanze sät sich selbst aus, wahrscheinlich besteht im nächsten Jahr das ganze Beet nur noch aus Akelei.  😀  Generell haben wir bei der Auswahl der Pflanzen darauf geachtet hauptsächlich Stauden, mehrjährige und winterharte Pflanzen zu kaufen, damit nicht jedes Jahr der Garten neu bepflanzt werden muss. Die ein oder andere Einjährige hat trotzdem ihren Weg in den Garten gefunden, einfach um auch ein bisschen Abwechslung zu haben oder auch besondere Pflanzen unterzubringen. Auf den Wunsch einer Einzelnen blühen übrigens alle Pflanzen in den Farben weiß, blau, lila oder pink. Die einzige Ausnahme sind die Anemonen, deren Zwiebel noch unter dem Mulch schlummern, da ist auch die ein oder andere rote dabei.
Ganz am Ende des Beetes steht unser Schmetterlingsflieder, der meiner Meinung nach etwas seiner sonstigen Entwicklung hinterher hinkt. Rund um ihn herum sind die eben angesprochenen Anemonenzwiebeln verteilt. 40 Stück habe ich im Schweiße meines Angesichts verbuddelt. Wehe da kommt nichts!

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Kein Sommer ohne Bauernorchidee! Hier noch im Übertopf zu sehen, mittlerweile hat sie auch einen Platz in der rechten Rabatte zwischen Vanilleblume und Wein gefunden.

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So sieht es am Ende des Grundstücks aus, hinter den drei Pflanzen ist Schluss, daher ist da auch nicht gemäht.  😀  Die rechte Pflanze ist auch wieder aus den Überbleibseln der Vormieter, ich weiß gar nicht um was es sich handelt, aber es wächst gut. In der Mitte steht eine Himbeere, die wollte der Mann haben. Links wächst schlussendlich noch eine Rose, auch von den Vormietern. Eigentlich braucht sie bisher keine Rankhilfe, das dient mehr dazu, dass keiner drauf tritt oder mit seinem Bobbycar drüber fährt.

Das wäre es soweit mit einem groben Überblick zu unserem Garten. Wenn alles schön angewachsen ist und blüht werde ich noch mal ein paar Detailfotos machen. Mit irgendwas müssen ja auch die weiteren Teile dieser Serie gefüllt werden. Ich habe mit diesem Post übrigens eine neue Kategorie angelegt mit dem Namen „Grünes“. Den werde ich vielleicht noch mal gegen einen besseren austauschen, aber hierunter fällt jetzt alles was mit Blumen, Pflanzen oder Garten zu tun hat und ich werde auch meine alten Posts z. B. zum Balkon noch hierunter neu einordnen.

Zum Abschluss noch ein Bild von der tollen Fliederhecke, die hinter unserer Häuserzeile wächst.

Garten13

Dritte Handytasche

Wie schon im letzten Post erwähnt, habe ich mir mal wieder eine Handytasche genäht. Wenn man den dringenden Wunsch verspürt mal wieder was zu nähen, aber leider nicht so viel Zeit dafür hat, dann ist das immer ein schönes Projekt, denn es geht natürlich ziemlich schnell. Zumindest wenn man vorher schon zwei weitere Exemplare genäht hat. Hier geht es zu meiner ersten Tasche und dem Link zum Nähvideo, hier ist die zweite zu sehen. Nach dem ersten Exemplar hatte ich die Tasche ja schon so abgewandelt, dass man auf der Vorderseite noch eine kleine Tasche hat. Da ich diesmal einen Stoff mit Musterverlauf genommen habe, habe ich zusätzlich das Vorder- und Rückenteil aus zwei Stücken genäht, damit das Motiv nicht auf dem Kopf steht, so wie es mir bei meiner ersten Tasche passiert ist.

Handytasche06

Für diese Tasche habe ich mich aus meinem Fundus bedient und den selben Stoff genommen, den ich schon für das Reiseetui verwendet habe. Bei dem gepunkteten Stoff wurde das etwas knapp, so dass ich nicht im Fadenlauf zuschneiden konnte, aber bei Baumwolle ist das ja nicht ganz so tragisch wie bei elastischen Stoffen.

Handytasche07

Das Gummiband hätte mittiger sitzen können, dass muss ich beim nächsten Mal genauer ausmessen.

Handytasche08

Dank einer zusätzlichen Naht ist die Rückseite auch richtig herum. 🙂

Wer ab und zu mal einen Blick in meinen Instagram-Feed wirft, dem ist vielleicht aufgefallen, dass ich mir eine Overlockmaschine zugelegt habe. Mittlerweile habe ich auch schon das erste Teil damit genäht und demnächst berichte ich dann hier, warum das mal wieder nur zu Hause tragbar ist. :/ Eins vorweg, an der Maschine liegt es nicht.